Was man über Käsefondue wissen sollte!
Käsefondue wird aus geschmolzenem Käse, Wein und Gewürzen gemacht. Der richtige “Pfupf” bekommt das Fondue durch den Schnaps -meist ein Kirsch, den Knoblauch und natürlich Pfeffer. Nun werden die Zutaten im Caquelon unter ständigem Rühren über dem Rechaud erwärmt und heiß gehalten. Nun können Brotstückchen oder gekochte Kartoffeln auf eine lange Gabel gesteckt werden und im fein zubereiteten Käsefondue gerührt werden. Dabei gilt es, bei jedem Eintauchen mindestens eine “Acht” zu rühren, damit der Käse nicht zu sehr anbrennt. Diese Kruste, oder auch als “Grossmutter” bekannt ist für einige geübte Fondueesser das Beste am ganzen Fondueplausch.
Zum Käsefondue sollten sie Weisswein und Schwarztee trinken. Auch ein kleiner Schnaps als Verdauerli ist angebracht…
Ein Hinweis für alle “Fondueanfänger”: Wer sein Stück Brot verliert, muss eine “Runde” ausgeben oder aufstehen und ein Lied singen. Bei diesem Brauch gibt es jedoch durchaus sehr unterschiedliche Varianten. So wird, wer sein Brotstück verloren hat, im Comic “Asterix bei den Schweizern” gar ausgepeitscht und in den Genfer See geworfen. Es empfiehlt sich also, sich vor Beginn des Mahls danach zu erkundigen, welcher Brauch in der aktuellen Runde zelebriert wird.
Die Geschichte des Fondue reicht zurück bis ins Mittelalter. Die Sennen in den Alpen waren oft von der Umwelt abgeschnitten. Die Grundnahrungsmittel, welche sie selbst produzieren konnten, waren Brot und Käse. Der Weg zum Fondue war somit nur noch ein kleiner Schritt.
Die genaue Herkunft des Käsefondues ist unklar. Sowohl die Schweiz als auch Savoyen in Frankreich erheben den Anspruch auf den Ursprung des Fondues.
Das Käsefondue als Schweizer Nationalgericht gibt es erst seit den 1950er Jahren. Mit der Aufnahme als weiteres Gericht in die Armeekochbücher wurde das Gericht erst richtig in der ganzen Schweiz bekannt. Die Wehrmänner brachten das Rezept aus dem Militärdienst in die Familien. Bis heute ist das Fonduekochen in vielen Haushalten eine reine Männersache.




1 responses to “Was man über Käsefondue wissen sollte!”
vincent
November 17th, 2010 at 22:37
Endlich beginnt die Fonduezeit. Eigentlich mag ich den Winter nicht, doch Raclette und Fondue ist halt eine Angelegenheit für den Winter. Mein erstes Fondue dieser Saison hatte ich am Samstag, ein klassisches Moitié-Moitié. Aber kein Gerber Fondue…